Es ist Juni! Das mag für viele jetzt nicht überraschend sein, mich hat es tatsächlich ein bisschen überrumpelt. Aufmerksame Füchse werden bemerkt haben: Es gab gar keinen Mainewsletter. Das lag nicht daran, dass es keine News gab. Im Gegenteil, es gibt so tolle News, dass ich zu beschäftigt war, um noch den entsprechenden Letter zu schreiben. Deswegen hier nun Mai und Juni zusammengefasst. Außerdem ein herzliches Sorry für diesen Aussetzer, aber auch ein tiefes Hurra für den Grund dafür – und ein bisschen wissenschaftliches Legobauen. Schön, dass ihr mitlest. |
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WOHIN DER MAI VERSCHWUNDEN IST |
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Ok, obacht, ich hoffe ihr sitzt, denn hier kommen die Neuigkeiten: Ich darf mein nächstes Buch schreiben! Lest diesen Satz einfach noch ein paar Mal, weil das ist auch schon alles, was ich euch zu diesem Zeitpunkt dazu verraten darf. Trotzdem: HURRA! Ich schwöre, sobald ich mehr erzählen kann, erfahrt ihr hier alles zuerst. Mein erstes Buch war damals aus diversen Gründen sehr aufregend, ich hatte den Buchvertrag pünktlich zum ersten Lockdown unterschrieben. Auf einmal hatte ich also weder ein regelmäßiges Einkommen noch eine Tagesstruktur, aber dafür auch mein bis dahin anspruchsvollstes Projekt vor mir, ganz entspannte Kombi. Nach monatelanger Schreibblockade hab ich rausgefunden, dass ich mich in der Badewanne am besten konzentrieren kann, also hab ich eben dort geschrieben: In einem winzigen, fensterlosen Badezimmer mitten in Frankfurt, zusammengekauert in der Wanne, einfach nur damit mich nichts und niemand ablenkt. Über mehrere Monate hatte ich sehr wenig Tageslicht und wirklich schrumpelige Haut. Umso mehr hab ich mich gefreut, dass damals alles gut ging. Meine Haut war auch irgendwann durchgetrocknet und dann haben tausende Leute das alles auch noch gelesen und gemocht. Dieses Buch hat mir völlig absurde Dinge ermöglicht: Ich hab mit der ganzen Welt über Vulven geredet und mich haben zwar ein paar fiese Menschen im Internet dafür gehasst, aber mich hat niemand enterbt und manch einer ins Fernsehen eingeladen, das ist eine ganz gute Bilanz. Außerdem hat halb TikTok mit mir über Gynäkolog*innen gerätselt und dann hat das Internet das Internet leer gekauft. Es war wild. Trotzdem bin ich auch erleichtert, das zweite Buch jetzt in einer viel besseren Ausgangssituation zu schreiben. Klar hab ich mir vorgenommen, das diesmal richtig erwachsen anzugehen. Geregelter Tagesrhythmus, jeden Tag Sport, gesund ernähren. Das hat so circa zwei Wochen funktioniert. Dann hab ich mich Hals über Kopf in Recherche und Schreiben gestürzt, zu viele Energydrinks getrunken und mindestens einmal zu oft beim Arbeiten aus Versehen den Sonnenaufgang gesehen. Aber mittlerweile kann ich in einer neuen Wohnung auf dem Balkon sitzen dabei und in die Ferne gucken - und dieses Buch macht jetzt schon so, so viel Spaß. Und wenn’s zwischendrin doch mal wieder die Badewanne braucht, steht die mittlerweile wenigstens unter einem richtig großen Fenster. |
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In der Badewanne arbeiten ist vermutlich nicht sooo weit verbreitet, aber wenn es um Kreativität geht, haben alle ihre Tricks. Weil unsere Welt ein bisschen einen Schatten hat, wird Kreativität vor allem im Arbeitskontext oft untersucht: Wie können wir möglichst viele kreative Ideen aus den Leuten melken? Trotzdem kam bei dieser Forschung schon der ein- oder andere Funfact rum: Zum Beispiel konnte gezeigt werden, dass richtig langweilige Aufgaben zum Tagträumen einladen und somit Raum für Kreativität lassen. Der Ratschlag des Forschungsteams: Mehr Langeweile wagen, einfach mal die Leute passiv und sinnlos in Meetings rumsitzen lassen, damit sie hinterher auf mehr Ideen kommen. Wenn ihr euch also mal wieder denkt: This could have been an E-Mail: Schon! Aber vielleicht will euch da ein großzügiger Chef ein bisschen Raum zum Träumen geben (um hinterher eure Träume zu Geld zu machen aber hey, immerhin). Eine andere Studie hat die Kreativität von Mitarbeitenden untersucht, in dem sie dazu gebracht wurden, Lego zu bauen. Diese Studie ging sieben Wochen lang! Während das also Proband*innen jeweils einen Tag pro Woche höchst wissenschaftlich relevant mit Klemmbausteinen gespielt haben, wurde die Luftqualität im Raum manipuliert. Es stellt sich raus: Je schlechter die Luft, desto unkreativer wurden die Leute. Wie engstirnig daraus unbedingt Nutzen für die Wirtschaft zu ziehen. Das sind bahnbrechende Erkenntnisse für Legofans! Wenn man mal aus Versehen einen Fehler gemacht hat und verzweifelt sucht, wo zur Hölle man aus versehen einen zwei-Böbbel-Stein statt einen drei-Böbbel-Stein verbaut hat: vielleicht mal frische Luft reinlassen. Als ich nach stundenlangem Bauen an der Legoversion von Van Goghs Starry Night verzweifelt bin, weil irgendwo ein blauer Stein das falsche Blau haben musste, hätte mir ruhig mal jemand sagen können, dass ich einfach nur lüften muss. Aber auch wenn’s um die Arbeit geht: Mein Balkonbüro und ich, wir sind schon auf einem guten Weg. |
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In den letzten Wochen war nicht allzu viel Zeit zum Lesen über. In solchen Momenten freue ich mich über kurze Bücher, die mich einmal schnell aus der Welt entführen, aber eben auch nicht zu sehr in Beschlag nehmen. „Der Trost der Flipper“ ist zugegeben ein Nischentipp. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn euch eine Person begeistert Vorträge hält über ihre Leidenschaft – und ihr denkt euch: Gar kein Plan, wovon du da sprichst, aber wie wunderschön, dass es dich glücklich macht. |
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Ungefähr so ging es mir mit diesem Buch. Es geht wunderbar nerdy um die Welt des Pinballs – als Flipperfan bekommt man mich damit eh. Man lernt Dinge, von denen man nicht weiß, dass man sie lernen wollte und hat dabei auch noch eine gute Zeit. Ich hatte nach wenigen Seiten Bock, mir ein Bierchen aufzumachen und mir irgendwo die Finger wundzuflippern. Ein Buch wie ein hervorragender, rauchverhangener Abend in einer Kneipe, in der ein Flipperfreak dir liebevoll mit seinen Funfacts ein Ohr abkaut. |
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HEISS & FETZIG - DIE NEWS |
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Im Mai durfte ich bei 3sat in Till Reiners‘ Happy Hour auftreten! Das war aufregend, das war schön. Wer’s verpasst hat kann die Sendung hier nachschauen. Außerdem empfehle ich, am 19.06. mal die Augen im Internet offenhalten, da kommt was Wildes auf euch zu. Mehr wird auch hierzu noch nicht verraten, dieser Newsletter ist ein geheimnisvoller. Stay Tuned! Mein Solo und ich, wir sind nun in einer kurzen Sommerpause. Während wir uns alle fleißig mit Sonnencreme einschmieren und Eisessen gehen, könntet ihr euch ja schon mal Tickets für den Herbst holen. Da sehen wir uns gut erholt in folgenden Städten: 14.09.: Comedia Theater, Köln - Tickets 15.09.: Zeche Carl, Essen - Tickets 20.09.: Schatzkistl, Mannheim - Tickets 21.09.: Scharfrichterhaus, Passau - Tickets 10.10.: Kursaal Rantum, Sylt - Tickets 19.10.: Centralkomitee, Hamburg - Tickets 25.10.: klag-Bühne, Gaggenau/Baden-Baden - Tickets 26.10.: Hofgarten Kabarett, Aschaffenburg - Tickets 08.11.: Kreativhaus, Münster - Tickets 09.11.: Bora, Duisburg - Tickets 23.11.: Kulturwerk, Nienburg - Tickets 24.11.: Franz, Aachen - Tickets 29.11.: e-Werk, Erlangen - Tickets 30.11.: Caserne, Friedrichshafen - Tickets 03.12.: Vereinsheim Schwabing, München - Tickets Alle Termine und Ticketlinks findet ihr wie immer auf meiner Homepage. |
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